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Kurzkritik: Schiele – Tod und Mädchen

Gänzlich unberührt lässt er nicht. Ein überzeugender Hauptdarsteller, der sich nicht um das Augenfeuer eines ambitionierten, jungen Künstlers bemühen muss. Viele Türen werden aufgemacht, doch viel zu schnell wieder angelehnt. Es hätte nicht geschadet, gewisse Aspekte zu vertiefen – und sei es die besondere Auseinandersetzung Schieles mit der Körperlichkeit. So schwimmt man man manchmal auch zwischen den Wellen und vermisst etwas den Mut des Films sich zu entscheiden. Zuviele Doppelpunkte. Obwohl allemal sehenswert, hat er – in meinen Augen – zu selten die Muße das Allgemeine zu verlassen und das Extravagante in Schieles Kunstleben intensiver zu beleuchten. Eine Spur mehr als gewöhnliches Schiele-Porträt ist es dennoch. Vielleicht ein kleines Déjà-Vu, kennt man die facettenreiche Schau im Leopoldmseum. Und wer eine Aversion gegen buchstäblich nackte Haut auf der Kinoleinwand hat, sei auf diesen in Schiele – Tod und Mädchen vorkommenden Umstand hiermit vorsorglich hingewiesen.

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© Klaus Oberrauner 2020 Impressum
 

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